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ONLINE WEITERBILDUNGSPROJEKTE ZAHLREICH GEFÖRDERT

Berlin

Die Covid-19-Pandemie hat noch immer erhebliche Auswirkungen auf die verschiedensten Lebensbereiche. Neben Unternehmen stehen Weiterbildungsträger und ihre Lehrenden, Berufsberatende sowie Schülerinnen und Schüler vor großen Herausforderungen. Vor allem der Zwang zur Umstellung der Präsenzangebote auf Onlineformate lässt Defizite im Bereich digitaler Kompetenzen und vorhandener digitaler Arbeitsstrukturen erkennen.

Durch sechs neue geförderte Online-Weiterbildungsprojekte soll diesem Problem entgegengewirkt werden. Zwei der Vorhaben – KIPerWeb und KIM – beschäftigen sich mit der zielgerichteten Beratung bei der Wahl passender Weiterbildungsangebote mithilfe KI-gestützter Lösungen. Verschiedene Onlinekurse des Projekts RebootSH vereinfachen Menschen und Unternehmen den Neustart nach vermeintlichen Krisen. Die Inhalte des Konzepts Di.na.StA. erleichtern den Umgang mit digitalen Lehrformaten und -strukturen. Außerdem unterstützen die neuen Projekte zuständige Unternehmen bei der Berufsberatung durch das Vorhaben DiKoB oder helfen mit MeinAusbildungsstart.SH dabei, mehr über einen passenden Ausbildungsberuf zu erfahren und die Berufsorientierung zu unterstützen.

Passgenaue Lernangebote durch KI-Technologie

Durch den Innovationswettbewerb INVITE fördert das Bundesinstitut für Berufsbildung (bibb) verschiedene Vorhaben, die sich mit der Optimierung einer digitalen berufsbezogenen Weiterbildung beschäftigen. oncampus wird hierbei für die KI-gestützten Projekte KIPerWeb und KIM finanziell unterstützt. Beide Vorhaben beschäftigen sich mit der Weiterentwicklung und vor allem Individualisierung der beruflichen Weiterbildungen, unterscheiden sich allerdings in ihren Herangehensweisen.

KI-Technologie optimiert Suche nach Weiterbildungsangeboten

Die Projektpartner des KIM-Vorhabens haben sich eine KI-gestützte Lösung zum Ziel gesetzt, die Nutzende bedürfnisorientiert bei der Auswahl passender Kurse berät und unterstützt. Je nach vorhandenen Kompetenzen und Berufswünschen der Nutzenden werden Weiterbildungsangebote auf Basis aktueller Trends auf dem Arbeitsmarkt vorgeschlagen. Wenn eine Nutzerin oder ein Nutzer beispielsweise eine Berufsausbildung im handwerklichen Bereich vorweisen kann, wird auf Weiterbildungen hingewiesen, welche auf die vorhandenen Kompetenzen aufbauen. Ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen wäre eine von vielen Möglichkeiten. Außerdem können individuelle Berufs- und Karrierewünsche geäußert werden, welche von den bereits vorhandenen Kompetenzen abweichen. Auch diese werden dann durch die KI-Technologie berücksichtigt. Eine geplante Vernetzung mit teils internationalen beruflichen Netzwerken und Jobportalen ermöglicht eine stetig wachsende Anzahl an Weiterbildungsmaßnahmen und Empfehlungen. Das Vorhaben KIM wird gefördert von dem Bundesministerium für Bildung & Forschung sowie dem Bundesinstitut für Berufsbildung.

  • Wer?  Weiterbildungsinteressierte jeden Alters

  • Was? Zielgerichtete Hilfestellung bei der Wahl passender Weiterbildungsangebote

Personalisierte Lernangebote durch KI-Technologie

Das Projektvorhaben KIPerWeb (KI-gestützte Personalisierung in der berufsbezogenen Weiterbildung) ist eine Art Plattform für Weiterbildungsanbieter und setzt ebenfalls auf Künstliche Intelligenz. Die Weiterbildungsanbieter versetzen Lernende in die Lage passende Angebote (selbstständig) zu identifizieren, die zu ihren Voraussetzungen und Bedürfnissen passen. Eine Person, die in Nachtschichten arbeitet, profitiert von zeitlich flexiblen Kursangeboten. Ein Glasermeister benötigt hingegen einen Materialkurs zu einem Spezialglas und bekommt diesen Kurs, passend zu seinen beruflichen Rahmenbedingungen, vorgeschlagen. Zudem werden individuelle Interessen und Empowerment berücksichtigt. So können speziell Eltern unterstützt werden, welche durch Kinderbetreuung viele Kursangebote nicht wahrnehmen können. Das Projekt KIPerWeb hilft ihnen einen räumlich flexiblen Online-Weiterbildungskurs zu finden.

Damit das funktioniert, werden vorhandene Weiterbildungskurse analysiert, in kleinere Lerneinheiten aufgeteilt (Microlearning) und darauf basierend personalisierte Empfehlungen ausgesprochen. Ähnlich wie beim online Shopping: Kundinnen und Kunden, die eine bestimmte Hose kauften, erwerben außerdem einen passenden Gürtel dazu. Neben dem Empfehlungsmanagement wird der bereits vorhandene informierende Chatbot auf oncampus.de weiterentwickelt.

  • Wer?  Weiterbildungsanbieter

  • Was? Flexibilisierung von Weiterbildungen und Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen, individuelle Bedürfnisse und Voraussetzungen

Kursangebot für zukunftssichere berufliche Weiterbildung

Ein reibungsloser Neustart nach der Krise

Das Projekt RebootSH entwirft Online-Bildungsformate, welche Menschen und Unternehmen aus Schleswig-Holstein dabei helfen beispielsweise besser auf Veränderungen durch die Corona-Pandemie zu reagieren. Den Nutzenden werden hilfreiche Methoden an die Hand gegeben und somit die Neuausrichtung der Karriere oder des Geschäftsmodells unterstützt. In etwa 20 Onlinemodulen wird die aktuelle Pandemie nur eine von vielen vermeintlichen Krisen sein. Anhand von Texten, Videos, Interviews, Quiz und weiteren interaktiven Formaten werden den Teilnehmenden unterschiedlichste Tools gezeigt. Beispielsweise wird der Frage nachgegangen, wie ein beruflicher Neustart gestaltet werden kann und Nutzende erfahren, wie Ideen kommuniziert und evaluiert werden können, um die eigene Weiterentwicklung voranzutreiben. Die bereits vorhandene oncampus Plattform dient als Grundlage für die digitale Infrastruktur der neuen Onlinekurse.

  • Wer?  Selbstständige und Unternehmen aus Schleswig-Holstein

  • Was? Neuausrichtung des Karriere- und Geschäftsmodells nach einer Krise

Digitale Bildungsangebote – krisenfest und zukunftssicher

Der Umstieg von Präsenzangeboten auf Onlineformate stellt auch Dozierende, Lehrende und Nutzende von digital erbrachten Beratungen und Kursen vor Probleme. Es fehlt vor allem an digitalen Angebotsstrukturen, aber auch das Wissen und Können der Anleitenden und Lernenden im Umgang mit digitalen Lehrumgebungen wie Videokonferenzsystemen bietet hohes Verbesserungspotenzial. Das geförderte Projekt Digital und nachhaltig in Struktur und Angebot – abgekürzt Di.na.StA – beschäftigt sich mit diesen Herausforderungen. Durch das Projekt sollen Bildungsangebote sowohl krisenfester als auch zukunftssicherer gestaltet werden. Ziel des Kursangebots ist es, dass Dozierende und Anleitende, die in der außerschulischen und beruflichen Bildung tätig sind, sicherer im Umgang mit digitalen Lehrformaten in technischer und methodisch-didaktischer Hinsicht werden. Zusätzlich soll ihr Arbeitsalltag durch die Optimierung der digitalen Systeme erleichtert werden. Genauso werden die Teilnehmenden im Umgang mit der digitalen Lernumgebung geschult. Innerhalb des Onlinekurses bekommen Lehrende und Lernende dafür Tipps, wie online Bildung gestaltet und genutzt werden kann. Auch die Angebote dieses Projekts stehen über die Projektlaufzeit hinaus kostenlos zur Verfügung und die Weiterbildung ist von überall aus möglich.

  • Wer?  Dozierende, Lehrende und Lernende von digital erbrachten Qualifikationen

  • Was? Verbesserung des Umgangs mit digitalen Lehrformaten und -strukturen

Berufsberatung wird digitaler

Das Verständnis digitaler Prozesse ist auch beim geförderten Projekt Digitale Kompetenz für die Beratung – DiKoB – von großer Bedeutung. Insgesamt werden in diesem Vorhaben acht Onlinemodule von durchschnittlich drei bis vier Stunden Lernumfang entwickelt. Das Angebot richtet sich primär an Unternehmen und Verbände mit Beraterfunktionen im Bereich Bildung, Arbeit und Beschäftigung. Innerhalb der flexibel nutzbaren Kursinhalte wird der souveräne und sichere Umgang mit digitalen Medien und Informations- und Kommunikationstechnologien wie mobile Endgeräten vermittelt. Der Umstieg von Präsenzberatungen auf online Formate soll auch hier unterstützt werden und Berufsberatungen während der Pandemie ermöglichen. Wie beim RebootSH Projekt wird die bereits erfolgreich betriebene digitale Bildungsplattform von oncampus als Grundlage für die DiKoB-Lernformate genutzt.

  • Wer?  Unternehmen und Verbände mit Beraterfunktion im Bereich Bildung und Beschäftigung

  • Was? Unterstützung beim Umstieg auf Onlineberatung + Schulung im Umgang mit digitalen Medien und Informations- und Kommunikationstechnologien

Digitale Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler

Gerade in der Berufsorientierung und der Ausbildung  ist der persönliche Kontakt zum Unternehmen und seinen Mitarbeitenden entscheidend. Durch die Covid-19-Pandemie können traditionelle Methoden wie Berufsmessen und Praktika nicht wie gewohnt stattfinden. Deshalb ist die digitale berufliche Orientierung aktuell von zentraler Bedeutung. Das Vorhaben – MeinAusbildungsstart.SH – richtet sich deshalb an Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse im Übergangsbereich zwischen Schule und Beruf bzw. Ausbildung sowie die Lehrenden an den Schulen, die sich mit dem Thema Berufsorientierung befassen. Mithilfe von MeinAusbildungsstart.SH können sich Schüler und Schülerinnen digital über einen passenden Berufsabschluss informieren. Außerdem erleichtert MeinAusbildungsstart den Teilnehmenden den Einsatz digitaler Tools, wie Videobewerbungen und gibt wichtige Tipps für das darauffolgende Online-Bewerbungsgespräch. Auch den durch die Krise geschwächten Unternehmen kommt das Projekt zugute. Je mehr Schülerinnen und Schüler sich während der Pandemie auch digital über mögliche Berufsabschlüsse informieren und online Bewerbungstools nutzen, desto besser kann dem Nachwuchskräftemangel entgegengewirkt werden.

  • Wer?  Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8  im Übergangsbereich zwischen Schule und Beruf/Ausbildung sowie deren Lehrende an den Schulen

  • Was? Weiterentwicklung der Berufsorientierung an Schulen in Schleswig-Holstein mit Fokus auf sich digital entwickelnde Berufsfelder + Hilfe bei online Bewerbungsprozessen


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